Auto-Cross Rennen in Trossingen (D) 27./28. September 2003  

 

Nach zwanzigminütigem Stau bei Winterthur wegen Unfall verlief die Fahrt über den Bargen nach Trossingen reibungslos. Zum Glück fuhr ich etwas früher, da mir nachfolgende Crosskameraden von weiteren Unfällen und einem Stau vom Brütisellenkreuz bis Ausfahrt Effretikon erzählten.  Da Martin bereits am Morgen gestartet war, stand unser Zelt bereits, sodass wir beizeiten mit den obligaten Arbeiten fertig waren. Etwas später sassen wir bereits gemütlich in einem Restaurant im Dorf bei einem Schoppen Wein und genossen das Abendessen. Zurück im Fahrerlager und noch nicht müde und zudem unsere Nachbarn mit der Lautstärke ihrer Musik nicht geizten nahmen wir noch ein oder zwei Schlummertrunks.

 

Für das Crazy Blue Team startete leider nur Stefan da Tobias immer noch Nackenprobleme hatte und Markus sein Zugfahrzeug nicht in die Gänge brachte. Für die Auto Cross Freunde starteten Martin und ich.

 

Samstag Nachmittag

Leider konnte Stefan kein Zeittraining bestreiten, da die Antriebswelle ihre Aufgabe während des freien Trainings verweigerte. Sogleich repariert aber eine spätere genaue Betrachtung zeigte dass der im Differenzial befindliche verzahnte Zapfen abgeschert wurde und sich noch irgendwo im Diff befand. Martin und mir lief das Zeittraining überhaupt nicht und wir wurden beide letzte unserer Klasse ( bei mir das erste Mal in meiner Karriere).

Bei schönstem und warmen Wetter konnte Stefan bei trockener Strecke dem fliegenden Start zum ersten Lauf entgegen fiebern .Erstaunlicherweise konnte er auf dem zweitletzten Platz auf die Einführrunde einfahren und erklärte mit seinen Worten „ ich war nicht letzter der nicht fahrenden am Zeittraining“(Aha!). Nun versuchte sich die Klasse Drei im fliegenden Start welcher auch nach dem dritten Versuch gelang! Da in Trossingen ein Überholen äusserst schwierig ist versuchte Stefan den Vordermann zu attackieren mal aussen mal innen. Schon hörten wir über die Beschallungsanlage „ Überschlag der Nummer 303 in der Spitzkehre“, welches für einen Neustart wieder hinten anstellen hiess und dieser Lauf als abgehakt betrachten werden musste. Leider wurde in der Klasse Drei wieder etwas über dem gewohnten gefeitet, sodass der Rennleiter die gesamte Klasse Drei zum Kappenwaschen hinter den Renntower zitierte. Mir lief es sehr gut und konnte den Lauf als siebter beenden. Martin riskierte von Anfang an alles fuhr jedoch mangels fehlender Sicht auf der Hochgeschwindigkeitsgeraden auf die Böschung und wurde beim verlassen der selbigen arg durchgeschüttelt. In der zweiten Runde meisterte er diese Stelle besser beging aber beim anbremsen der gleichfolgenden 180° Kurve einen Bremsfehler und fuhr wieder auf die Böschung. Glück im Unglück kippte er von dieser auf die Seite seines Audi und zurück auf die Räder und konnte diesen Lauf abgeschlagen nur noch als Trainingslauf beenden.

Am Abend konnte das Crazy Blue Team bei einem Fondue und wir bei Grillhähnchen über den aus sportlicher Sicht nicht all zu optimal abgelaufenen Tag fachsimpeln und den Abend geniessen.

 

Sonntagmorgen es regnet leicht hörte aber auf die Rennen wieder. Als erstes lag es an Stefan sich noch zu verbessern doch wahrscheinlich suchte sich das abgescherte Teil der Antriebswelle den Weg ins Getriebe und plötzlich war nur noch der Dritte Gang auffindbar .Stefan fuhr trotzdem noch mit schleifender Kupplung (welche am Schluss arg stank) das Rennen fertig. Ich versuchte alles wurde aber leider am Start gleich von allen überholt. Da die Strecke trocken und optimalen Gripp zeigte konnte ich mich mit einem doch beherzten Ritt wieder auf den siebten Schlussrang vorkämpfen. Martin besann sich seines vortägigen Höllenritt und versuchte es mit Ruhe und einer exakteren Linie. So fuhr er ohne Fehler auf den Schlussrang Neun.

 

Leider musste der Rennleiter meiner Meinung nach, dieses Wochenende die schwarze Fahne zuviel gebrauchen, welches in einigen Fällen nicht ganz verstanden wurde. Vom Wetter und der Strecke sowie der Organisation ein super Wochenende. Nun geht’s zum Abschluss nach Neuenburg am Rhein, wo ich denke, dass wir noch sehr interessante Rennen erleben werden. Da Martin und ich dieses Wochenende als Strohwitwer auf dem Rennplatz uns selber organisieren mussten freue ich mich besonders auf Neuenburg, denn da werden wir wieder von unseren Frauen betreut.

Mit Sportlichem Gruss.

Th.Iten 603

 

Schmuntzelksten: Knapp vor dem Rennwochenende wollte Stefan noch kurz das Heck seines Boliden strecken. Kurz studieren, Loch bohren, Schraube setzen und am Geländewagen befestigt. Mit nicht zuwenig Gas und kurzem Ruck ziehen. Nach dieser Aktion musste er feststellen, dass das Heck immer noch an der gleichen Stelle aber das ganze Heckblech abgerissen war, welches Anschweissen etliches mehr an Zeit in Anspruch nahm.